Fallen bei der Automiete
Vorsicht! Aus dem Top-Angebot von 150 Euro pro Woche für den Mietwagen kann schnell ein teurer Spaß werden. Auf folgende Punkte sollten Sie achten!
Beschädigungen
Den Mietwagen vor der Übernahme in jedem Fall genau auf Beschädigungen untersuchen und ggf. dokumentieren lassen. Ansonsten kann's passieren, dass einen der Vermieter bei der Rücknahme für Schäden haftbar macht, die man gar nicht verschuldet hat!
Kaution
Usus ist das Bürgen via Kreditkarte. Wer keine hat, muss mit teils astronomischen Bargeldsummen als Kaution rechnen.
Blanko-Unterschrift
Für die Kaution unterschreibt man in der Regel einen Kreditkarten-Blankobeleg. Zu Hause sollte man in jedem Fall noch einmal die Abbuchungen kontrollieren. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Vermieter Geld für bereits bezahlte Leistungen über diesen Weg noch einmal abbucht.
Alter
In vielen Ländern darf man einen Wagen erst ab einem gewissen Alter mieten (21 bzw. 25 Jahre). Wer jünger ist, kommt zwar meist auch an ein Auto, muss aber im Zweifelsfall viel Geld für die "Ausnahmeregelung" hinblättern. In den USA können das locker 10 Euro/Tag sein.
Unbegrenzte Kilometer
Bei den meisten Mietwagenangeboten sind unbegrenzte Kilometer bereits im Preis enthalten. Darauf sollte man auch Wert legen, da man meist mehr fährt als eigentlich vorgesehen. Jeder zusätzlich abgerechnete Kilometer schlägt da ganz schön zu Buche.
Fahrer
Meist ist nur der Vertragsabschließende als Fahrer berechtigt. Will noch jemand anders den Wagen fahren, muss dieser gegen ein zusätzliches Entgelt als 2. Fahrer eingetragen sein. Kommt es nämlich zu einem Unfall durch einen anderen als den eingetragenen Fahrer, zahlt die Versicherung nicht.
Benzin
Als Mieter hat man die Wahl, den Wagen entweder voll betankt oder leer wieder abzugeben. Im letzteren Fall berechnet die Vermietstation den Preis für die Tankfüllung. In der Regel kein guter Deal: 1. liegt dieser Preis fast immer über den üblichen Benzintarifen und 2. kann man den Tank ohnehin nicht komplett leer fahren.
Versicherungen
Falle 1: Die Vermieter neigen dazu, Versicherungen zu verkaufen, die nicht nötig sind. Also immer genau prüfen, was auf dem Vertrag angekreuzt wurde und welche Versicherungen sich dahinter verbergen.
Falle 2: Unterversichert bei der Haftpflicht. Bei Schäden an anderen Autos/Personen reicht in vielen europäischen Ländern die Summe nicht annähernd zum Decken der Kosten aus. Vorher also unbedingt genau checken und u. U. eine Zusatzhaftpflichtversicherung abschließen. Tipp: Bei einigen deutschen Versicherungen ist eine so genannte Mallorca-Police (hohe Deckungssumme für das europäische Ausland) bereits enthalten!
Fahrzeugkategorie
Eine beliebte und immer wiederkehrende Frage der Vermieter: Wollen Sie nicht doch lieber ein größeres Auto haben? Und ehe man sich versieht, hat man - oft unnötig - einen Riesenschlitten für viel Geld am Hals.
Endpreise
Die Preise für Mietwagen sind leider oft keine Endpreise. Hinzu kommen beispielsweise noch lokale Steuern, Aufpreise für ein Büro am Flughafen, für Kindersitze und und und ...
Grenzübertritte
Vorsicht bei Fahrten in andere Länder: Die sind nämlich oft nicht gestattet oder mit hohem Aufpreis verbunden. Wer unerlaubt erwischt wird, muss mit saftigen Strafen rechnen.
Rückgabezeitpunkt
Was auf dem Vertrag als Rückgabe-Uhrzeit steht, zählt. Wer auch nur eine einzige Stunde zu spät kommt, muss einen ganzen Zusatztag berappen!
Einwegmieten
Wer den Wagen an einem Ort mietet und an einem anderen zurückgibt, zahlt oft einen Aufpreis für die Rückführung des Wagens. In jedem Fall vorher nachfragen, ob ein Entgelt fällig wird oder nicht.
Quelle: abenteuerreisen.de
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