Tipps gegen den Pfusch- So gibts keine Probleme mit der Werkstatt
Nach einer Umfrage in der ADAC-Clubzeitschrift motorwelt sind rund 40 Prozent der Kunden mit ihrer Werkstatt unzufrieden: Lackschäden nach der strapaziösen Autoreise sind nicht richtig ausgebessert, Keilriemen nicht ausgetauscht, kleine Beulen nicht raus gedrückt. Und ob das Kühlwasser erneuert wurde ist auch nicht klar.
Solche Fehler sind ärgerlich, teuer und häufig erst lange nach der vermeintlichen Reparatur erkennbar. Aber wie verhindert man den Pfusch in der Werkstatt?
Wie entstehen solche Missverständnisse und Unklarheiten? Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt, um Ärger bereits zu vermeiden, bevor er entsteht.
Das Auto persönlich abgeben
Wenn der Wagen in die Werkstatt muss, bringen Sie ihn persönlich hin! Oft ist es schwer, der Mutter oder dem Onkel zu erklären, was am Wagen gemacht werden soll. So schützen Sie sich gegen Missverständnisse beim Reparaturauftrag.
Nehmen Sie sich Zeit
Geben Sie den Wagen nicht zwischen Tür und Angel ab. Besser ist es, für die Auftragserteilung genügend Zeit einzuplanen.
Auftrag am Fahrzeug durchsprechen
Sprechen Sie die Mängel mit dem Kfz-Meister persönlich durch. Möglicherweise kann er schon beim visuellen Check sagen, wo es hakt und was die Reparatur ungefähr kostet. Außerdem schützt eine möglichst genaue Auftragserteilung vor ungewollten Reparaturen.
Höchstsumme vereinbaren
Bei kleineren Reparaturen vereinbaren Sie eine Höchstsumme für den Auftrag. Die Überschreitung dieser Summe und weitere Reparaturen müssen dann mit Ihnen abgesprochen werden.
Kostenvoranschlag
Lassen Sie sich bei umfangreicheren Reparaturen einen möglichst genauen Kostenvoranschlag machen! Das schützt vor bösen finanziellen Überraschungen.
Schriftlicher Reparaturvertrag
Bevor flinke Hände an Ihrem Wagen herumschrauben, legen Sie in einem schriftlichen Reparaturvertrag fest, was gemacht werden soll! Sollten zusätzliche Arbeiten nötig sein, muss die Werkstatt Sie fragen.
Telefonnummer hinterlegen
Hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer und bitten Sie um Rückruf für den Fall, dass unvorhergesehene Mängel beseitigt werden müssen oder sich der vereinbarte Preis erhöht. Sie können dann absprechen, was gemacht wird.
Kontrollieren Sie vor Ort
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Gehen Sie mit dem Mechaniker anhand der Rechnung die geleisteten Arbeiten durch! Schon bei der Erteilung des Auftrags können Sie darum bitten. Meistens ist das kein Problem. Sollte es eines sein, überlegen Sie, ob diese Werkstatt die Richtige für Sie ist!
Schnelles Reklamieren
Reklamieren Sie sofort, wenn Sie bei der Abnahme unzufrieden sind. Meistens lassen sich solche Fälle sofort besser klären als im Nachhinein. Das erspart Ihnen lästige Diskussionen.
Reparaturen ohne Auftrag
Für Reparaturen, die nicht im Auftrag enthalten sind und die ohne Absprache mit Ihnen vorgenommen werden, müssen Sie nicht aufkommen. Alle unvorhergesehenen Arbeiten bedürfen der Absprache mit Ihnen.
Rechnung unter Vorbehalt
Sollten Sie mit der Rechnung oder dem Ergebnis nicht einverstanden sein, unterschreiben Sie diese nur mit dem Vermerk "unter Vorbehalt"! Das verdeutlicht den Streitfall zum Zeitpunkt der Abnahme und hält Ihnen eine Rückforderung offen. Vorsicht: Eine vollkommene Zahlungsverweigerung steht Ihnen nicht zu. Die Werkstatt hat dann auf Grundlage des Pfandrechts für Unternehmer die Möglichkeit, die Herausgabe Ihres Wagens zu verweigern.
Wenn es dennoch Ärger mit der Werkstatt gibt, können Sie den Fall erst einmal vor die Schiedsstelle für das Kfz-Handwerk" bringen. Diese den Kfz-Innungen angegliederten Schlichtungsstellen, in denen auch Vertreter des ADAC sitzen, arbeiten kostenlos und unbürokratisch. Voraussetzung: Die betroffene Werkstatt muss Mitglied der Kfz-Innung sein – das entsprechende Schild hängt meistens gut sichtbar am Eingang. Und: Die Beschwerde muss unverzüglich nach Bekanntwerden des Streitpunktes eingereicht werden.
Quelle: adac.de
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